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Ausgebüxt! Viel Wirbel um Babsy

Tierische Nachbarschaftshilfe in der Quedlinburger Straße

Ein Herz und eine Seele: Günter Sawall und Katze Babsy.
Ein Herz und eine Seele: Günter Sawall und Katze Babsy.

Die Quedlinburger Strasse ist nun nicht gerade der klassische Platz, an dem sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ sagen. Dafür aber manchmal Fuchs und Katze. Unsinn? Ganz und gar nicht.

Günter Sawall und seine Lebensgefährtin Heidemarie Joppien wohnen seit 2005 in der Quedlinburger Strasse 136. Mit zur Familie gehören Katze Babsy und ihre beste Freundin Hündin Inka, eine echte Havanneserin.

Für die hübsche Babsy, die eigentlich als reine Wohnungskatze aufwuchs, gehört ein Ausflug in den Hof zum Tagesprogramm. Der Sprung vom Balkon ist für sie kein halsbrecherisches Wagnis sondern Routine.

An einem Tag im Juli aber fand Katze Babsy den eigentlich vertrauten Heimweg nicht. Die Sorgenfalten von Günther Sawall und Heidemarie Joppien wurden im tiefer, je weiter die Zeit voranschritt. Auch Hündin Inka spürte wohl Unheil und wollte nicht mehr fressen. Die Katzeneltern beschlossen, die Nachbarn zu bitten, Augen und Ohren nach Babsy offen zu halten – mit baldigem Erfolg!

Nachbarn aus der Ouedlinburger Strasse 134 und 135 beobachteten, wie sich Babsy auf dem Nachbargrundstück, dem ehemaligen Schlachthof, herumtrieb. Offensichtlich hatte die Katze dafür auch einen guten Grund: ein junger Fuchs, der ebenfalls durch den alten Schlachthof scharwenzelte, hatte Babsys Herz gewonnen. „Nach Aussagen der Nachbarn verstanden die beiden sich prächtig,“ schmunzelt Günter Sawall.

Den entscheidenden Hinweis, der zur Repatriierung der vierbeinigen Ausreißerin führte, gab dann Edeltraud Kruse. Die Nachbarin beobachtete vom Balkon, wie Babsy, gefolgt von ihrem rotgeschopften Verehrer, durch die Toreinfahrt den Hof verließ, die Strasse überquerte und nun vermutlich in der Maybachstrasse, in einem unbewirtschafteten Gartengrundstück, Unterschlupf fand.

Günter Sawall machte sich sofort auf den Weg. Und tatsächlich, er konnte seine Katze unter mächtiger Wiedersehensfreude wieder in die Arme schließen. Die Begrüßung seitens Babsy fiel sehr stürmisch aus, berichtet Günter Sawall, „sie sprang mir gleich auf die Schulter, die Kratzer sind noch zu sehen.“

Für ihren Beitrag zur glücklichen Heimkehr Babsys bedanken sich Günter Sawall und seine Lebensgefährtin über das WGH-Journal bei ihren Nachbarn. „Wir haben uns über die Solidarität und das Interesse sehr gefreut.“ Ein besonderes Dankschön geht an Edeltraud Kruse.

Heute dreht Babsy wie ehedem ihre Runden über den Hof, vergisst aber nie zurückzukehren. Obwohl Meister Reinecke immer noch in dem Garten in der Maybachstrasse logieren soll.

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Zuletzt aktualisiert am Montag, 03. August 2009 um 19:53 Uhr